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    Matthias Haase
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    Ja: ich kiffe! Oder habe gekifft – das muss ich jetzt mal “schauen” ….

    Warum habe ich überhaupt angefangen zu kiffen? Wie alle, Clique, lustig, Spass – als 70er Kind bin ich damit aufgewachsen, das sich Aschenbecher in 2 Personen-Fahrstühlen befunden haben, so auch in Telefonzellen und sonstigen heute nahezu unbegreifbaren Orten. RAUCH, eine sehr verwegene, faszinierende und gemütliche “Kultureigenschaft”.

    Meine Eltern, für ihre Zeit auf ihre Weise “progressiv konservativ”, lebten die “Legitimation des Alkohols” in einer Weise, wo sie junge Menschen kaum in Frage stellen. Das ist bis heute “normal”, hier ganz unabhängig aller unfassbar leidvollen Folgen,die schon immer und scheinbar “stillschweigend” so hingenommen worden sind – war schon immer so – selbst Mönche haben “gesoffen” usw. usf … und stell Dir mal vor, man würde in München das Oktoberfest abschaffen: NEVER!

    Alles in allem: wir leben in einer Suchtgesellschaft, da brauchen wir uns alle nichts vor zu machen. Während manche “Dinge” auf ihre Weise “gesellschaftlich verachtet” sind (“illegale” Drogen aller Art), bedienen sich die “Anderen” (normalen Bürgerixe) nahezu hemmungslos am Alkohol und der “Produktpalette der Pharmaindustrie” … oder bedienen Spielautomaten …. oder oder oder

    Jeder hat was, worunter gelitten wird und sich gleichsam gefreut, wenn man wieder “hat” …

    Jedes braucht immer irgendwie was, auf was es niemals verzichten könnte und wenn es nur der morgentliche Kaffee ist .. (wieso ist Kaffee eigentlich keine Einstiegsdroge? Egal …)

    Warum kiff ich also? Weil ich schon immer irgendwie Widerstand geleistet habe gegen die “Selbstverständlichkeiten der bürgerlichen Gesellschaft” … als Teenie keine Ahnung, hat es erst Mal einfach “nur” Spaß gemacht, die “Welt” mit einem – auch gerne vernebelten – Bewusst-SEIN wahrzunehmen, was einem auch gelingen kann. Das “Zeug” hat die Eigenschaft, Gedanken-Konzepte-Formen aufzulösen, eine Bedingung die auch “Paranoia” zur Folge haben kann (weil wir es im Westen einfach nicht “gewohnt” sind zu SEIN …und keine Kultur leben, wo Meditation gegenständlich ist und das FORMLOSE eine Praxis hat …)

    Diese Eigenschaft macht Cannabis führwahr zu einer sehr “göttlich exklusiven” Heilpflanze, die sich selbst nicht wehren kann dagegen, von Menschen missbraucht zu werden. ALLES so genannte “gute, schöne, tolle” beinhaltet bereits das Potential missbraucht zu werden.

    Ich habe in den letzten Jahren viel gelesen, studiert, Seminare besucht und Kontakt aufgenommen zu tibetischen Mönchen und ihren “Lehrern” (und natürlich genauso viel gekifft!) – was soll so “schlecht” sein am Kiffen und wieso bekomme ich jedesmal den Eindruck, ICH könnte mit MIR mit diesem Zeug immer wieder NEU auf die “heiligen Inseln” des Verstandes geraten … dieses Erlebnis … wo der “bekiffte Geist” plötzlich genügsam und “zufrieden” aufgeregt sein kann, das “Spiel von Fruchtfliegen” zu einem einmaligen Ereignis zu machen … das ist gewiss zu Anfang so, wenn sich Körper und Gehirn noch lange nicht an die THC-Zuführungen gewöhnt haben … und das “Ereignis” einen Eindruck von “Unendlichkeit” hinterlässt, die jeder Mensch gerne “nochmal von vorne” erleben möchte …

    Was ist das?! Anstatt zu “heilen” (weil Mensch krank gewesen ist), wird es jetzt verwendet um SPASS zu haben … Spass zu haben mit einem “veränderten Bewusstsein” sich über die “Belange der Gesellschaft” zu erheben … ich denke das ist die Motivation die hinter aller DRÖHN-LUST steckt! DA IST ES: Das EGO! Das EGO, was sich “beziehen” will auf “Noch toller, noch cooler, noch noch noch …” – und jeder weiß, auch hier holt sich die Energie wieder das zurück, was “verbraucht” worden ist … Kiffer kennen das unter “Alt-Prall” und da sieht die Welt bei den Wenigsten erfrischend, klar und deutlich aus – sondern das Gegenteil ist der Fall. Das ist die “Phase des lymbischen Systems” die hochsensiblen “Wahrnemerixen” dann keine HEILUNG geben, sondern genau zum Gegenteil führen können: Unlust, Depression, Identifikations-Störungen … – habe ich alles erlebt. Mal extrem, mal locker, mal egal – all das was JEDER KIFFER mit sich “auszumachen” hat und wir alle kommen über die Jahre in eine “profunde Übung” 🙂

    Schließlich haben nicht nur die Rastas in Jamaica daraus eine Art “spirituelle Kultur” gemacht, sondern auch die Yogis in Indien, die genauso wie die Rastas, Cannabis als “Meditations-Hilfe” benutzen (oder missbrauchen)

    Jetzt also aufhören zu kiffen, für immer?!?! Am Besten wäre es! Aber: wer BIN ICH NOCH, wenn ich nicht mehr kiffe?! Am “Ende” möglicherweise, der, der ich bin, immer war usw. I DONT KNOW, HILFE ich habe ANGST mich EXTREM ZU LANGWEILEN … also warum kiffen? Damit ich “Anders” sein kann, anders “sehe”, anders …. gegen den “Mind des Bürgertums” …. und was ist mit der “INTENSIVITÄT” von Sexualität, Computerlichtern, Musik und sonstigen “emotionalen Erlebnissen” ?!?! Ist das Leben ohne Kiffen dann wirklich so langweilig? So unlebbar? So gefangen im MIND der SOCIETY?!?!?!

    Das will ich jetzt mal “testen” – und ich will es aufschreiben. Für mich, für Dich und alle die, wo noch “haften” an Dingen die sich möglicherweise längst von “selbst” überwunden haben.

    Dieser Gedanke trägt mich schon länger und da ich öfter schon mal den Versuch unternommen hatte, FÜR IMMER damit aufzuhören und es natürlich nicht “geklappt” hat, einfach deshalb, weil irgendwie “leise” im Kopf der Gedanke geredet hat: DA ist noch soooooooooooo viel zu entdecken, von Dir, von Bewusst-SEIN, ich will es nochmal versuchen, testen, WOW, ich kann damit SO nicht aufhören … also was machen? GENUG VON HABEN! OK – also habe ich mich vor 4 Jahren dazu entschlossen gehabt selbst Cannabis anzubauen (ohne jedwede Ahnung, ohne jedweden “grünen Daumen” …. ) … da war erst einmal ein STUDIUM von Nöten und welcher Impuls auch immer dazu geführt hat, ich habe angefangen mir alles zu bestellen was man dafür braucht. Und der erste Same ging in die Hose – der zweite fing an zu wachsen …

    Eine völlig neue, coole Zeit hat angefangen, die sich bei der “ersten Ernte” in einer Weise bemerkbar gemacht hat, als hätte man im Lotto gewonnen. So viel, so gut und ich hätte tausende von Euros ausgeben müssen, wenn ich das so am “freien Markt” beschafft hätte … – also anstatt zum Kiffen aufzuhören (was in dieser Zeit schon ähnlich gegenständlich gewesen ist wie jetzt) – habe ich erst RICHTIG ANGEFANGEN … mit erheblichen Folgen (LOL) …

    Meine Sorte: SUPER-SKUNK – krasseste “Scheiße” ever – das Zeug war so klebrig, so intensiv, das war nicht mehr zu toppen! Und ich bin schon als 18 jähriger in -fast- alle amsterdamer Coffee-Shops zum “Testen”, woran ich mich heute nur bruchstückhaft erinnere LOL … und daher weiß ich sehr gut, woran man das TOP-WEED erkennt ….

    Genug von haben. Und es ist gelungen. Auf eine Weise … zumindest konnte ich das “ÖL” welches sich über das Bewusst-SEIN zieht, dann irgendwann ganz klar erkennen …. Kiffen ist wie ÖL übers Bewusst-SEIN!!! FOR SURE!
    Problem war nur: ich war jetzt so identifiziert, das KIFFEN ein Teil meines Alltags, meiner Arbeit, meines HAMSTER-RADES, meines LEBENS, meines ICHS und LÄNGST Wirtschafts-Faktor meiner eigenen Mühen …

    Erklär das mal dem “Gesetzgeberix”: ich brauche was zu kiffen, damit ich meinen KOPF-JOB machen kann, sonst geht da nix und DU bekommst keine Steuern! LOL – Das ich mich überhaupt so privat-intensiv über Jahrzehnte mit Informatik beschäftigt habe ging nur, weil das Cannabis den nahezu “unendlichen Raum” geschaffen hat, eine solche Konzentration aufzubringen … Illusion? Gewiss! Denn ich habe das NIE “nüchtern” probiert, gemacht oder versucht – weil wenn ich nicht kiffe, kann ich mich schwer in ein Büro setzen und still irgendwo eine komplexe Arbeit am PC erledigen (wie z.B. ein Software-Verfahren zu entwickeln) – ok – ich bin also in der Lage, SO + meiner Arbeit sogar eine Art “gesellschaftlichen Status” zu schaffen, der in der HOCH-PHASE meines Schaffens unfassbar viel Einnahmen generiert hat …

    Jetzt kam der TOD! Irgendwie. Dieses viele Geld. Das war nicht “meins” im Sinne von: JETZT bin ich REICH, der GRÖSSTE usw. usf … NOTHING! Im Gegenteil: ANGST – große ANGST, dauernd ANGST – ANGST, nochmal und doppelt “extremisiert” durch den ewigen Konsum krassester Cannabis-Sorten … ich habe mich in eine “Realität” hineingekifft und gearbeitet (vollkommen unbewusst) – ich war “zwischen den Welten” – da waren die Menschen mit der “Geld-Frequenz” (Manager, Unternehmer, echte Kapitalisten) und dann waren da die Menschen, die ich lieb gehabt habe und die alles andere waren als Reich oder sonst wie in “Kreisen” zu tun hatten, wo das gegenständlich gewesen wäre …

    Ein weiterer Grund, das Kiffen “autonom zu realisieren” war der plötzliche Tod meiner Mutter und ein halbes Jahr später ist mein Hund gestorben …. WOW …. für mich unfassbar … kaum zu ertragen …. das war im Juli 2011 …..

    …und anstatt BEWUSST zu werden über die unfassbar schmerzhaften Ereignisse des Schicksals, habe ich weiter gekifft – diesmal aber nicht mit Bewusst-SEIN (Was ich immer getan habe, weil nur die KONTROLLE macht den SPASS!), sondern – heute weiß ich dass – aus klassischer Verdrängung – das war die Zeit, wo ich bis 2014 locker mehr als 5kg pro Jahr konsumiert habe (NO JOKE!!!) – was ist passiert? Aller Arten von Psychosen, Neurosen und sonstiger “KOPF-SHIT” ist entstanden – ich hatte die Kontrolle verloren … aber in einer subtil, innerlich “anerkannten” Weise -> so ist das, so bist Du, Du hast es zu ertragen …. der Gedanke aufzuhören war innerhalb der “Verblendungen” nicht im Ansatz gegeben … Ende September 2014 kam dann der Entschluss: ich MUSS zum Kiffen aufhören – für immer – kompromisslos, alles andere macht keinen Sinn – es war mir klar – es war aber da auch der “Schmerz”, ich könnte vielleicht doch noch was verpassen – ich habe vielleicht noch nicht alle Möglichkeiten getestet, vielleicht gibt es ja auch eine “Erfolgs-Psychose” usw usf …

    Fast zwei Wochen habe ich es geschafft … es war furchtbar, auch deshalb, weil ich mich nicht wirklich damit “beschäftigt” habe im Sinne von BE-GREIFEN … da war noch ne Menge Sucht und Lust auf diese “Gefühle Gedanken Gefühle” yeah – RASTAFARI …. und ich glotz TV – und es kommt “Markus Lanz” OH GOTT – und er hatte einen Gast – einen Journalisten vom Spiegel der seinen Roman dort besprochen hat: die Cannabis GmbH – die wahre Geschichte eines der größten Hanfproduktions-Anlagen die jemals in diesem Land entstanden sind – saulustig, TOP Unterhaltsam, dieses Buch ist wirklich jedem zu empfehlen …. und ich? HEUREKA! War TOP Inspiriert, wie der Typ das beschrieben hat: LED Wachstumslampen, hochmodern, alles wahnsinn ….

    HEUREKA! Ich recherchiert, gecheckt, gelesen – gibt echt viel Zeug über Cannabis auch auf deutschen Websites, hätte ich nie gedacht. Wenn ich eine Idee habe, davon überzeugt bin, bin ich unaufhaltsam! LOL – ich habe das “Projekt” in die Tat umgesetzt …..

    Also: zuerst aufhören zu kiffen und dann gleich richtig? JA: Das war leider nötig. Wäre das so nicht gekommen, ich hätte es nicht begriffen – JETZT ist quasi alles “getestet” worden, was noch den HAUCH an LUST behält … heute weiß ich: für was?!?! GUT: es gibt Skills und Features, die das Kiffen so geil machen – alleine sexuell, jeder weiß das … es ist schwer, extreme Gefühle aufzugeben …. aber es ist ein “Gefühl”, es ist KEIN JETZT! Es war NIE ein JETZT! DA ist die Illusion …

    Punktum: schon letzte Woche wurde das, was ich noch hatte, immer weniger. In der Regel war das dann immer so: schnell Jobs beschaffen, weil Du brauchst was zu kiffen. Den EIGEN-ANBAU habe ich schon im November 2018 eingestellt. Mir war wieder klar: wenn Du die Bedingungen nicht schaffst, wirst Du keine Gelegenheit haben, aufzuhören – oder es wenigstens mal zu testen … es ist da …. es ist Lust ….. alles sehr easy … – es muss erst “weg” sein, damit keine Gelegenheit mehr besteht ….

    Heute ist der erste Tag und mir geht es -noch- damit fantastisch. Das ich das hier aufschreibe ist nur Hilfe zur Selbsthilfe und ich weiß, dass da draußen genügend sind, denen es ähnlich, genauso oder noch “viel schlimmer” geht .. und gewiss sind auch welche dabei, die wie ich lange, keinen Zweifel daran haben es zu lassen. Zu mal eine Sucht generell irgendwann bei jedem von uns auch eine Art “Teil der Persönlichkeit” ist …. auf eine Weise ….

    Mal schaun, wie sich das in Zukunft ergibt. Ich habe dazu keine “totalitären” Ansätze mehr, sondern beginne meine Übung damit, dass wenn “nix mehr da ist”, dass jetzt so akzeptiert wird und ertragen. Ohne Zwang, ohne Stress. Wenn sich natürlich wieder eine Gelegenheit ergeben sollte, zwinge ich mich nicht, sondern teste. – Ich teste dann erst Mal einfach weniger zu kiffen bzw. es durchaus offen lasse gerade, es sogar ganz und für immer zu lassen …

    “Was ist an Deinem JETZT so schwer zu ertragen, dass Du Drogen brauchst?” – das ist die Kern-Frage, die, so gerne ich und viele es auch wollen, kaum Kompromisse offen lässt.

    Kommentare, Feedback, Facebook, Fragen, Anregungen, Kritik, Ergänzungen und sonstiges dazu ist sehr willkommen 🙂

    #30359
    Leafless
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    Wow, unsere Gedanken indentifix ❤️
    Liebe Grüße, deine facebookfreundin

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