Das ist der zweite Teil unserer Forschung zur “Vitalogie” und vom Kernelement „Vergänglichkeit und Tod“. Vorher aber solltest Du den ersten Teil lesen!
Lama Zopa Rinpoche gab diesen Kommentar zum Abschnitt Vergänglichkeit und Tod der Wunscherfüllenden Goldenen Sonne auf dem sechsten Kopan-Kurs im April 1974.

Als Guru Shakyamuni Buddha starb zog er seine Roben aus und legte sich hin und sagte zu seinen Jüngern: “Das ist der letzte heilige Körper der Tathagata, also musst du ihn dir ansehen.” Ein Tathagata ist ein Arya-Wesen das alle Leiden und Illusionen überwunden hat und als er “Tathagata” sagte, meinte er sich selbst. Dann gab er seine letzte Lehre: “Alle ursächlichen Phänomene sind vergänglich. Das ist die letzte Lehre der Tathagata.” Dann ist er gestorben.

Das war seine letzte Lehre. Das war sein Vermächtnis an uns fühlende Wesen. Das war das Wichtigste was er uns hinterlassen hatte – eine Lehre über Vergänglichkeit. Dann ist er gestorben. Als er seine Jünger bat den letzten heiligen Körper der Tathagata zu betrachten, fielen viele von ihnen in Ohnmacht und einige Arhats starben sogar selbst; sie konnten seinen Tod nicht ertragen.

Später – weil die Lehren in Gefahr waren verloren zu gehen – kamen fünfhundert Arhats, die sich die Lehren von Guru Shakyamuni Buddha gemerkt hatten, bei drei verschiedenen Gelegenheiten zusammen und rezitierten die Lehren auswendig, während andere Arhat-Panditen sie zugunsten zukünftiger fühlender Wesen aufschrieben.

Also das allerletzte was er hinterließ. Seine allerletzte Lehre – wie ein Wille den die gewöhnlichen Menschen verlassen, ein Wille der über Geld spricht oder was auch immer es ist an dem der Sterbende am meisten hängt, das Wertvollste für den Sterbenden – das Nützlichste was Guru Shakyamuni Buddha hinterlassen konnte, das Wichtigste was wir erkennen und verstehen sollten war Vergänglichkeit. Deshalb beendete er sein Leben mit einer Lehre über die Vergänglichkeit; seine gesamte Lehre endete damit. Das hat er uns gesagt: “Ihr fühlenden Wesen solltet Dharma praktizieren; wenn nicht, gibt es Vergänglichkeit und Tod.” Damit meinte er das Leiden. Dieses eine Wort, Vergänglichkeit, zeigt die ganze Bandbreite des samsarischen Leidens: “Ihr fühlenden Wesen solltet Dharma praktizieren, weil ihr im Leiden lebt, in der Vergänglichkeit und unter der Kontrolle des Todes.”

Wenn du über den Tod meditierst ist es eine weitere nützliche Technik, dich an all deine verstorbenen Verwandten und Freunde zu erinnern und sie zu zählen. Früher meditierten wir vor allem über die Generationen der verstorbenen Vorfahren; hier spreche ich von denen, die du in diesem Leben getroffen hast.

Alle meine Verwandten und manche meiner Freunde dieses Lebens sind gestorben. Meine Großeletern, meine Onkels, meine Mutter und mein geliebter Hund ist im Alter von einem Jahr vergiftet worden. Von meinem Vater weiß ich es nicht, nur das er an Demenz erkrankte und bisher leider kaum Kontakt bestand von seiner Seite und daher längst gestorben sein kann.

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