richtig meditieren
Viele können sich gar nicht mehr richtig entspannen und meinen sie wären “entspannt”, waren es aber schon seit Jahren nicht mehr richtig …

Jiddu Krishnamurti hat bekanntlich keine Praktiken verschrieben und war im Allgemeinen eher gegen spirituelle Pfade und geistliche Autoritäten einschließlich Gurus. Manchmal jedoch verschrieb er in seltenen Fällen eine spezielle Methode und gab ein paar Tipps und Hinweise zur Meditation – oft im Gespräch mit Kindern an verschiedenen Schulen die er besuchte. Seine Art Meditation zu verstehen ist es, was wir hier betrachten werden.

Hier ist ein wunderbares, eigentlich sehr seltenes Beispiel dafür, wie er einem Schüler die Meditation auf einfache Weise tiefgründig erklärt. Der folgende Auszug ist aus dem Abschnitt seines Buches “Über Bildung” auf Seite 58 entnommen, von Tom Das veröffentlicht und von mir aus dem Englischen übersetzt. Hier ist der ganze Artikel im Original.

Krishnamurti: Weißt du etwas über Meditation?

Student: Nein, Sir.

Krishnamurti: Aber auch die älteren Menschen wissen es nicht. Sie sitzen in einer Ecke, schließen die Augen und konzentrieren sich, wie Schuljungen, die versuchen, sich auf ein Buch zu konzentrieren. Das ist keine Meditation. Meditation ist etwas Außergewöhnliches wenn man weiß, wie man es macht. Ich werde ein wenig darüber sprechen.

Zuerst führt Krishnamurti auf wunderbare Weise in das Thema Meditation ein. Er erklärt seine Außergewöhnlichkeit und impliziert seinen nicht-mechanischen und nicht-formelhaften Charakter.

Zuerst einmal solltest du sehr ruhig sitzen; zwing dich nicht dazu, ruhig zu sitzen, sondern ohne jeglichen Zwang ruhig zu sitzen oder dich hinzulegen. Hast du verstanden? Dann achte auf dein Denken. Achte darauf woran du denkst. Du bemerkst, wie du an deine persönlichen Alltagsdinge denkst, deine Freunde, an das, was du wohl da und dort sagen wirst, den Vogel draußen dem du zuhörst – an was Du alles denkst; folge solchen Gedanken und frage, warum jeder Gedanke entsteht.

Hier sehen wir, wie sanft Krishnamurtis Zugang zur Meditation ist. Alles ist ungezwungen. Selbst die erste Sitzung ist ungezwungen. Sein Ansatz ist es, sanft, entspannt und unkonventionell zu sein und gleichzeitig die natürliche Intelligenz funktionieren zu lassen. Er sagt, dass man ohne jeglichen Zwang ruhig sitzen oder liegen soll.

Als nächstes wird Krishnamurti daraus schließen, wie wir gar nicht damit Anfangen sollen irgendwelche Gedanken zu unterdrücken, sondern bei jedem einzelnen Gedanken und Gefühl bleiben, der ensteht. Dies darf nicht auf mechanische Weise unbewusst geschehen, wie es oft gelehrt wird, sondern man sollte Muster in der Entstehung von Gedanken und Gefühlen bemerken, ohne sie zu unterdrücken oder als gut oder schlecht zu beurteilen. Dies steht übrigens völlig im Einklang mit den Lehren Buddhas über Achtsamkeit, wie sie in den Pali-Suttas zu finden sind, z.B. der Maha-satipatthana Sutta, wo der Buddha uns auffordert, Muster zu bemerken, wenn sie entstehen, um Erkenntnisse zu generieren.

Dann geht Krishnamurti noch einen Schritt weiter: Wir sollen nicht nur die Gedanken beobachten, sondern vor allem fragen, warum jeder Gedanke entsteht.

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